Was ist ein Pas de deux? Eine kleine Erklärung für Ballett Laien

Es gibt einen kurzen Witz, der geht so “Dank meiner Ballettausbildung spreche ich fließend Französisch“. Ich spreche sogar tatsächlich fließend Französisch, aber das ist natürlich nicht der Fall für jeden.

Was ist also ein Pas de deux (Padedöh)?

Der Pas de deux , wörtlich “Schritte zu zweit”, ist  im 18. Jahrhundert entstanden. Es handelt sich um ein Duett und bildet in der Regel den Höhepunkt einer Ballettaufführung. Dieser Paartanz symbolisierte ursprünglich die Liebe des Paares und stellt den stimmungsvollsten Moment des Ballets dar.

Für viele geht es in erster Linie um atemberaubende Hebefiguren, aber der Pas de deux ist noch viel mehr. Es ist der anspruchvollste Abschnitt einer Aufführung, der sowohl körperlich als auch technisch und emotionell herausfordernd ist.
Die beiden Partner müssen wirklich harmonisch miteinander tanzen. Gleichgewicht und eine starke Rumpfmuskulatur sowie vollstes Vertrauen zu seinem Partner sind hier sehr wichtig. Zu zweit das Gleichgewicht zu halten ist keine leichte Angelegenheit. Trotzdem ist der Pas de deux in der Regel schwieriger für die Tänzer, da sie sich wirklich auf ihre Partnerin einstellen müssen, um den Zuschauern eine fließende und grazile sowie beeindruckende Vostellung bieten zu können.

Berühmte Pas de deux sind unter anderem

  • Nussknacker, zweiter Akt – Die Zuckerfee und der Prinz
  • Schwanensee, dritter Akt – Odile mit Prinz Siegfried
  • Dornröschen, dritter Akt   – Florine und der Blaue Vogel

Natürlich gibt es den Pas de deux nicht nur im Ballett sondern auch z.B. bei Modern Dance. Und sogar im computeranimierten Film WALL·E von Pixar gibt es  einen Pas de deux im Weltraum.

Habt Ihr einen Lieblings-Pas de deux?

 

 

 

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